Köln, 17. Februar 2012 - Nur selten wird Walzblei vom
Fachhandel direkt auf die Baustelle geliefert. Viele
Handwerksbetriebe lagern in ihren Räumen einige Rollen Walzblei,
um jederzeit darauf zurückgreifen zu können. Schließlich ist das
Baumetall nahezu unbegrenzt haltbar und universell einsetzbar.
Oft wird Walzblei in der Werkstatt vorgefertigt und im richtigen
Zuschnitt oder vorgekantet zur Baustelle transportiert. Hier
lagert das Baumetall manchmal noch einige Tage, bevor es seinen
eigentlichen Verwendungszweck findet.
Die besonderen Materialeigenschaften von Walzblei erfordern eine
sachgemäße Handhabung. Schon mit kleinen Vorkehrungen können
Handwerker das Baumetall flexibel lagern und transportieren,
ohne dass die Qualität leidet. Die Gütegemeinschaft Saturnblei
e.V. hat einige wichtige Praxistipps zusammengefasst:
Lagerung in der Werkstatt: Walzblei ist während der
Lagerung vor Feuchtigkeit zu schützen. Kommt unbehandeltes
Material mit Feuchtigkeit in Kontakt, bilden sich weißliches
oder bräunliche Verfärbungen. Zur Lagerung ist jeder trockene,
gut durchlüftete Raum geeignet. Die Transportverpackung sollte
entfernt werden, um eine Kondensation in der Verpackung zu
vermeiden. Das Baumetall sollte auf Paletten mit ausreichend
Bodenabstand gelagert werden; bei Bleirollen kommen auch Keile
als Unterlage in Frage.
Praxistipp: Werden Bleibleche bereits in der Werkstatt
mit Patinieröl vorbehandelt, ist die Gefahr von Verfärbungen
grundsätzlich gebannt.
Transport zur
Baustelle: Aufgrund seines hohen Eigengewichts ist
Walzblei beim Transport sorgfältig abzusichern. Die Ware ist mit
Folie abgedeckt auf Paletten zu befördern und mit Spanngurten zu
befestigen. Bleirollen sollten zusätzlich mit Holzkeilen fixiert
werden, um ein Abrutschen zu verhindern. Werden Zuschnitte
transportiert, sind sie je nach Größe und Form individuell zu
verpacken und zu sichern.
Praxistipp: Vorgekantete Bleibleche kommen mit innen- und
zwischenliegenden Holzbrettern ohne Verformungen ans Ziel.
Zwischenlagerung auf der Baustelle: Während der
Einbauarbeiten stellt Regen- oder Tauwasser eine latente Gefahr
dar. Tückisch ist Spritzwasser von den einzelnen Gerüstebenen:
Neben Nässe können auch Materialpartikel vom Gerüst auf die
Bleibleche gelangen und chemische Reaktionen auslösen. Der
Baustoff sollte nicht unterhalb von Gerüsten, sondern möglichst
in umbauten Räumen oder auf geschlossenen Anhängern gelagert
werden.
Praxistipp: Bei der Zwischenlagerung auf der Baustelle
ist das Blei unbedingt zusätzlich mit rissfester
Kunststoff-Folie rundum abzudecken.
Die Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. ist die zentrale Vereinigung von Walzbleiproduzenten und Vergabestelle des RAL-Gütesiegels "Saturnblei". Der Verband bietet technische Unterstützung in allen Anwenderfragen und qualifiziert Handwerker und Architekten weiter. Am bundesweiten Schulungsangebot der Gütegemeinschaft nehmen jährlich rund 400 Fachkräfte teil. Interessenten können sich online anmelden oder für neue Termine vormerken lassen.
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© Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. / 17.2.2012
