Köln, 10. Januar 2013 - Gute Vorbereitung zahlt sich aus. Dies gilt in besonderem Maße für die Verarbeitung von Walzblei. Blei ist das schwerste und gleichzeitig das weichste aller Baumetalle. Gerade wenn größere Mengen von Walzblei in schwer zugänglichen Dachregionen zum Einsatz kommen, empfehlen sich vorbereitende Maßnahmen. Denn der Transport von Bleirollen hinauf zum Verlegeort ist mitunter kräftezehrend. Zuschnitt und Verarbeitung von Bleiblechen werden durch beengte Platzverhältnisse erschwert.
Viele Ausführungen mit Walzblei lassen sich in
der Werkstatt vorbereiten. Dies beschleunigt den Arbeitsprozess
und sichert qualitativ hochwertige Ergebnisse auf der Baustelle.
Handwerker können sich in luftiger Höhe auf die Feinarbeiten
konzentrieren. Die Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. nennt drei
Beispiele für Vorarbeiten, die schon in der Werkstatt erfolgen
können.
Knotenpunkte vorformen: Aufwändige Formteile, die in
mehreren Arbeitsschritten hergestellt werden, sollten im Vorfeld
vorproduziert werden. Holzformen erleichtern das präzise Treiben
des Metalls. Bei einer Vielzahl von Knotenpunkten empfiehlt es
sich, die Ausführungen vorab am Modell zu simulieren. So lassen
sich alternative Anwendungen erproben und auch für knifflige
Anwendungen optimale Lösungen finden.
Beispiele: Verbindungsstücke, Wulstabdeckkappen,
Firstanschlusskappen
Bleibleche vorkanten: Wird Walzblei großflächig verlegt,
kommen oft Einzelstücke in gleicher Form und Größe zum Einsatz.
Entsprechende Einzelstücke lassen sich als Serie vorproduzieren.
Die Bleibleche werden sauber zugeschnitten und präzise
vorgekantet. Um eine gleichmäßige Kantung zu erzielen, kann eine
Abkantbank oder -maschine verwendet werden. In der Werkstatt
sollten nur Bleibleche von maximal ein Meter Länge vorgekantet
werden, um die Gefahr von Transportschäden zu minimieren.
Beispiele: Bleischare, Überhangstreifen für
Mauerwerksanschlüsse, Abdeckkappen
Mit Patinieröl vorbehandeln: Bei der Verlegung von
naturbelassenem Walzblei kann es in den ersten Wochen zu
Reaktionen mit Regenwasser kommen. Tritt die metallisch blanke
Oberfläche mit Wasser in Kontakt, bildet sich Bleiweiß, was in
Form von unschönen Schlieren auf unterliegenden Deckmaterialien
sichtbar wird. Der einmalige Einsatz von Patinieröl wirkt diesem
Effekt entgegen und schützt das Material bis zur Bildung der
natürlichen Patina nach rund sechs Monaten.
Beispiele: Stufendächer, Fassadenverkleidung,
Mauerabdeckungen, An- und Abschlüsse
Foto: Saturnblei
Die Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. ist die zentrale
Vereinigung
von Walzbleiproduzenten und Vergabestelle des RAL-Gütezeichens
„Saturnblei“ (www.saturnblei.de). Der Verband bietet technische
Unterstützung in allen Anwenderfragen und qualifiziert
Handwerker und Architekten weiter. Am bundesweiten
Schulungsangebot der Gütegemeinschaft nehmen jährlich rund 500
Fachkräfte teil. Interessenten
können sich online anmelden oder für neue Termine vormerken
lassen.
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© Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. / 10.1.2013
