Köln, 21. Februar 2013 - Antennenmaste, Dunstrohre, Abführungen oder Anschlüsse für Solarkollektoren: Die Dachdecke durchzieht eine große Zahl von Schnittstellen. Durch die zunehmende Verbreitung regenerativer Energietechnik nimmt die Zahl der Dachdurchdringungen weiter zu. Je mehr Schnittstellen existieren, desto mehr Angriffsflächen bestehen auf dem Dach, die es fachgerecht abzudichten gilt.
Dachdurchdringungen können die
Funktionstüchtigkeit der gesamten Gebäudehülle gefährden. Sie
können Einfallstore für Feuchtigkeit sein und obendrein den
Wärmeschutz sowie die Einhaltung schall- und
brandschutztechnischer Anforderungen gefährden. Schon bei der
Planung ist darauf zu achten, die Zahl der Durchlässe auf ein
Minimum zu reduzieren. Handwerker sollten eine dauerhafte
Abdichtung aller Durchdringungen sicherstellen, um
schwerwiegende Folgeschäden zu vermeiden. Aufgrund der Vielzahl
von zum Teil sehr unterschiedlichen Durchlässen benötigen
Handwerker einen flexiblen Universal-Werkstoff. Walzblei bewährt
sich seit Jahren als verlässliche Lösung.
Kaum ein anderes Produkt lässt sich so vielseitig mit anderen Metallen und Materialien verwenden wie Walzblei. Neben seiner hohen Witterungs- und UV-Beständigkeit zeichnet sich das Material durch eine sofortige Funktionstüchtigkeit aus. Das extrem formfähige Baumetall haftet durch ein hohes Eigengewicht auch ohne Einsatz von Klebemitteln. Die Verlegung von Walzblei erfordert keine speziellen Werkzeuge. In der Regel reichen eine Blechschere oder ein Schneidemesser für die Verwahrung von Durchlässen aus.
Es bieten sich zwei Ausführungsvarianten: zum einen eine individuelle Verwahrung mit der Falztechnik, zum anderen eine Verwahrung mit industriellen Walzblei-Fertigelementen, die in vielfältigen Formen, Abmessungen und Profilierungen lieferbar sind. Die Ausführung ist denkbar einfach: Der Untergrund ist von Staub und Feuchtigkeit zu befreien. Bei der individuellen Ausführung wird das Bleiblech passend zugeschnitten und durch Treiben und Stauchen an die Durchdringung angeformt. Danach werden die überlappenden Teile durch Schweißen oder Löten geschlossen. Fertigelemente sind lediglich über die Durchdringung zu stülpen. Sie werden in der Regel mittels einer Schelle festgezogen. Abschließend wird das Blei mit Klopfwerkzeugen an die Form der Dacheindeckungen angepasst.
Selbstklebende Dichtungsbänder aus Walzblei können die Verlegung noch vereinfachen. Sie eignen sich für Durchlässe mit sehr kleinem Durchmesser oder als zusätzliche Abdichtung. Zunächst wird die Trennfolie stückweise abgezogen und das Band von der höchsten Stelle nach unten auf die abzudichtende Fläche abgerollt. Es ist so zu fixieren, dass keine Luftblasen entstehen. Das Band sollte großzügig abgeschnitten werden, um die Möglichkeit zur Überlappung zu haben. Abschließend sollte das Dichtungsband mit einer Malerrolle nachbearbeitet werden, so dass es eng anliegt und keine Zwischenräume bleiben.
Foto: Saturnblei
Die Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. ist die zentrale Vereinigung von Walzbleiproduzenten und Vergabestelle des RAL-Gütezeichens „Saturnblei“ (www.saturnblei.de). Der Verband bietet technische Unterstützung in allen Anwenderfragen und qualifiziert Handwerker und Architekten weiter. Am bundesweiten Schulungsangebot der Gütegemeinschaft nehmen jährlich rund 500 Fachkräfte teil. Interessenten können sich online anmelden oder für neue Termine vormerken lassen.
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