Bei der Löttechnik entsteht durch das Zinn am gelöteten Blech eine helle Naht. Dies kann sich insbesondere im Denkmalschutz als eine optisch unschöne Lösung erweisen. Aus diesem Grund wird auf alten und historischen Dächern von jeher gerne das Bleischweißen angewendet. Hierbei werden Verbindungen für Saturnblei mit Bleistreifen als Lot ausgeführt. Die geschweißte Bleinaht erhält die gleiche Patina wie das Blech, wodurch eine optisch homogene Lösung erzielt wird. Zudem hat die geschweißte Verbindung dieselbe Längendehnung und Festigkeit wie das Bleiblech. Ein Flussmittel ist nicht erforderlich. Aufgrund dieser Eigenschaften kann das Bleischweißen auch bei Neubauten eine interessante Variante zum Löten darstellen.
Die Technik des Bleischweißens erfordert etwas mehr
Übung, doch die Ausführung hat sich in vielfältigen Anwendungen
bewährt. Beim Bleischweißen ist keine Überlappung der einzelnen
Verbindungsteile erforderlich. Die Bleibleche werden durch eine
gestoßene Naht sicher miteinander verbunden. Zur Vorbereitung
werden die Bleibleche und der Schweißdraht durch Schaben von
allen Schmutz-, Fett- und Oxidschichten befreit. Danach werden
die zu verbindenden Bleche ähnlich dem Löten punktgeheftet.
Anschließend erfolgt das Durchschweißen der Naht.
Für höchste Arbeitsqualität empfiehlt sich zum Schweißen von Saturnblei ein Brenner mit fein zu regulierenden Gasströmen. Es werden Schweißspitzen in den Größen von 0,1 bis 0,5 mm benötigt. Als Gasgemisch wird bevorzugt eine Wasserstoff- Sauerstoff- Kombination verwendet, da ihre Flamme die geringsten Verunreinigungen verursacht. Alternativ kommen auch Azetylen-Sauerstoff oder Propan-Sauerstoff in Betracht. Alle Materialien sind über den Fachhandel erhältlich.
Pressekontakt:
conovo media GmbH
Kolumbastraße 5
50667 Köln
Tel.: 0221.35 68 60-0
Fax: 0221 35 68 60-55
E-mail: info@conovo.de
© Gütegemeinschaft Saturnblei e.V. / 2.7.2007
